Vergangene Meutereien

Filmabend über die Klimaschutzbewegung mit Ende Gelände

17/11/2016 Der Film: “Beyond the red lines”, ist ein Film über die internationale sowie lokale Klimaschutzbewegung. Bei unserem Fimabend in der Schreina47 waren Leute von Ende Gelände Berlin zu Gast, die den Film vorgestellt und die vielen Fragen aus dem Publikum beantwortet haben – vielen Dank, dass ihr da ward! Und vielen Dank, dass alle so fleißig mitgedacht und diskutiert haben. Es war ein großartiger Abend.

Kostenloser Stream/ Infos zum Film: beyondtheredlines.org

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Fotos: cine rebelde, Lizens: creative commons cc-by-sa


Ausfahrt mit geflüchteten Jugendlichen

18/09/2016 Ende September haben wir in Kooperation mit Sozialarbeiter*innen des Trägers Trialog e.V. eine Ausfahrt für minderjährig geflüchtete Jungs veranstaltet. Trialog e.V. ist seit 1996 ein Jugendhilfeträger in Berlin, welcher seit 2015 auch im Bereich “Zuflucht” tätig ist.

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Insgesamt waren 25 Jugendliche an der Ausfahrt beteiligt, die durch viel Musik, Freude und leckeres Essen begleitet wurde. Bei schönem Wetter ging’s einmal in die Innenstadt und zurück. Es ist eine große Bereicherung, mit diesen Jugendlichen etwas schönes zu machen und zu sehen, dass sie wenigstens für den Moment den bürokratischen Alltagsstress, vergessen können.


Anarche Kino-Reihe: Neo_Realista!? Politisches Kino, Sommer 2016

Sommer/2016 Mit den “Neo_realista?”-Veranstaltungen wurde die Anarche zu einer Zeitmaschine ins Italien der Nachkriegszeit.

dsc07035Noch unter Mussolini entstand dort ein hoch politisierter, sozial-kritischer und oft marxistisch geprägter Stil Filme zu drehen, der auch heute noch nichts von seiner aufrüttelnden Wirkung verloren hat. Wir haben fünf dieser Meisterwerke aus unserer Schatztruhe gekramt, unsere Aperitivo-Künste aufgefrischt und mit hochseetauglichen Cineasten viele spannende, traurige und kontroverse Stunden an Bord verbracht! Wir freuen uns auf nächstes Jahr und basteln jetzt schon an neuen Zielen für die Zeitmaschine! Wenn ihr Vorschläge für eine neue Filmreihe habt oder einfach helfen wollt, gerne anheuern!


Kobito Record Releaseparty

16/09/2016 Es war toll… Hier ein Video der Releaseparty, von: Urban Tree Mediaimg_5283


Mit Blockupy und Ende Gelände gegen Kohle – “Burn borders not coal”

02/09/2016 WASSERDEMO: Um das Thema Klima im Rahmen linker Proteste zu setzen und mit einer Kritik am Kapitalismus in Verbindung zu bringen, sind wir zusammen mit Ende Gelände  als Teil der Blockupy Proteste gegen Austerität und Rassismus in Richtung des Kohlekraftwerks Klingenberg geschippert.

Foto Bootsdemo Tim Lüddemann

Die Wasserschutzpolizei verwehrte unserer Demonstration trotz Genehmigung den Weg vor das Kraftwerk. An einem Mast oberhalb der Kohleschiffe brachten Aktivist*innen ein Banner mit der Aufschrift „Burn Borders Not Coal“ an. Im Rahmen der zweiten Aktionswelle von Blockupy fordert Ende Gelände Berlin den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle als einem der dreckigsten Teile des fossilen Kapitalismus und solidarisiert sich mit dem antikapitalistischen Protest gegen die Austeritäts- und Abschottungspolitik.

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„Wir wissen, dass unser Wirtschaftssystem mit seinem Wachstumszwang der Motor für den Klimawandel ist. Wir markieren die Orte, an denen der Klimawandel mit fossilen Energieträgern angeheizt wird – einer davon ist das Kraftwerk Klingenberg.“ sagt Norman Pieper vom Bündnis Ende Gelände Berlin (Quelle und mehr Infos unter: Ende Gelände).

Alex Steuer

Danke für die Fotos: Tim Lüddemann! Danke an Ende Gelände!

Und das hat die Presse gesagt: Neues Deutschland in Schrift und mit Video… Sowie ein Interview mit Ende Gelände zur Aktion bei energiezukunft


Saturday Secret Stoner Session, Konzert-Reihe, Sommer 2016

Sommer/2016 Bericht folgt… Vorab schonmal die Konzert-Videos mit den Bands, die im Saturday-Secret-Stoner-Rock-Sommer 2016 auf der Anarche gespielt haben:

SSSS


Anarche Sommerfest

10/07/2016 Vielen Dank für dieses grandiose Sommerfest mit Chico Trujillo, Screw The Carpet, Die Kinder des Mondes, und Vielen mehr…

anarche_zirkus_fin_vorneanarche_zirkus_fin_hinten Artwork Flyer: Eric Tiedt


Wasserdemo gegen Kohle – Kurs auf Vattenfall

10/07/2016 Zusammen mit der Initiative Kohleausstieg Berlin, Ende Gelände, Robin Wood, Fossil Free Berlin und vielen anderen sind wir gemeinsam mit 50 Booten vor das Kohlekraftwerk Klingenberg geschippert um den Ausstieg aus der Braunkohle zu fordern.

Anto-Kohle-Demo

Vattenfall wollte ab 2016 im  Kraftwerk Klingenberg keine Braunkohle mehr verbrennen. Doch die Pläne wurden revidiert. Der Konzern hat den Termin auf 2020 verschoben. Die Klimaschutzvereinbarung von Vattenfall und dem Berliner Senat bezüglich des Braunkohlekraftwerks Klingenberg sind erbärmlich! Den Kohleausstieg im Kraftwerk Klingenberg zu fordern ist schon Mainstream und spießig – und trotzdem leider nicht in Sicht… Vielen Dank, dass so viele mitdemonstriert haben!…

Foto Anti Kohle


Floßfahrt und Demo mit Women in Exile – Flüchtlingsfrauen werden laut 

12/09/2015 Zusammen mit der Initiative von Flüchtlingsfrauen – Women in Exile e.V. – sind wir in die Spree gestochen, um im Herzen Berlins mit Hilfe von Transparenten und Mikrofon flüchtlingspolitische Forderungen aus feministischer Perspektive an die Öffentlichkeit zu tragen.

WiExileboot12Sept2015-53-von-110-Kopie-768x510Die strengen Asylgesetze in Deutschland haben sich im Sommer 2015 erneut verschärft. Während sich in Europa und im Mittelmeer die Ereignisse überschlagen, werden auf staatlicher Ebene weitere Einschnitte im Aufenthalts-, Asyl-, und Sozialrecht formuliert: eine Verlängerung der Residenzpflicht, Arbeitsverbote, eine Verlängerung des Aufenthalts in Erstaufnahmeeinrichtung und schnellere Abschiebung. Im August 2015 kamen 44,5% der Flüchtlinge aus Syrien, 11% aus Afghanistan und 8,9% aus dem Irak nach Deutschland. Künftig sollen Asylsuchende nicht mehr bis zu drei, sondern bis zu sechs Monaten in den Erstaufnahmelagern verbleiben. Die jetzt schon menschenunwürdigen Zustände in den Unterkünften werden sich damit weiter zuspitzen.

Women in Exile ist in den letzten Monaten durch Brandenburg gereist, um die Zustände in den Flüchtlingsunterkünften zu dokumentieren und von den Problemen zu erfahren, mit denen die Frauen in den Lagern konfrontiert sind (hier findet ihr den ersten Bericht vom 05. Juni 2015). Die Initiative von Flüchtlingsfrauen hat sich 2002 in Brandenburg zusammengetan, um für ihre Rechte zu kämpfen. Damit wollen sie frauenspezifischen Themen ein Forum geben. Sie dokumentieren was die Frauen erleben und jeden Tag aufs Neue durchmachen müssen: fehlende Privatsphäre und körperliche und sexuelle Belästigung. Viele müssen nicht nur mit dem Trauma der Flucht leben, sondern auch ein erneutes Trauma mitten in Deutschland durchleben. Sie fordern die Abschaffung der „Lager“ – wie sie die Asylunterkünfte nennen – und umgehend geschützte Räume. Zudem fordern sie eine Abschaffung der Residenzflicht und des Arbeitsaufnahmeverbots.

Um diese Forderungen an die Öffentlichkeit zu tragen, haben wir eine gemeinsame Floßfahrt mit der Initiative durch die Innenstadt Berlins unternommen. Mit Transparenten und Mikrofon sind wir unter der Oberbaumbrücke hindurch, an der East Side Gallery vorbei von der Spree in den Landwehrkanal gefahren. Wir blickten in die ausdruckslosen Gesichter einiger Beobachter_innen, von denen wir nicht genau wussten, was sie von uns halten. Andere Reaktionen waren klarer. Wir haben sehr viel Unterstützung, Zurufe und Applaus von Booten, Brücken und vom Ufer bekommen. Danke auch an unsere Regatta-Flotte: dem Katamaran Esperanza sowie dem Floß Pantha Ray, die uns bei der Floßfahrt begleitet und somit unsere Demo unterstützt haben.

Women in Exile wird die Vernetzungs- und Protestarbeit weiter treiben. Sie werden in Bewegung bleiben. Während auf staatlicher Ebene Gesetztesverschärfungen formuliert und von illegaler Einwanderung gesprochen wird, fordern wir gemeinsam:

Kein Mensch ist illegal.

Weitere Infos unter: women-in-exile.net


Kooperation mit dem Theater der Migranten

Juli/August/2015 In Anlehnung an Joseph Conrads kolonialkritische Novelle „Herz der Finsternis“ hat ein Ensemble des Theater der Migranten eine Performance in der Kunstfabrik sowie auf der Anarche aufgeführt. Die Anarche diente den Gästen, im Rahmen einer nächtlichen Expedition durch Berliner Schifffahrtskanäle, als fahrende Theaterbühne.

Herz der FinsternisGemeinsam mit Geflüchteten, die über die Grenzen und Meere nach Berlin gekommen sind, hat ein Ensemble des Theater der Migranten eine Performance entworfen, bei der nach „den globalen Mechanismen von Migrationsbewegungen, nach deren ökonomischen und politischen Hintergründen und nach einer ungewissen Zukunft in einem postindustriellen Konsens-Kapitalismus“ gefragt wurde.

Die Floßfahrten mit der Anarche fanden nach Sonnenuntergang mit Textcollagen, Bildprojektionen und futuristischem Sound statt. Jenseits von Zeit, Gesetz und Logik drifteten wir in geheimnisvolle Zonen der Berliner Kanäle ab.

Performance: Martin Moukodi, Oumar Aghali, Seyni Maiga, Abidal Bance, Ismael Ouedraogo, Richard Djif, Oumar Djalou, Harber Sacko, Peguy Takou Ndie, Soni Taskiner, Tiemoko Sangare, Mohammed Darbouka, Parwez Akburi, Sam Shahmansoori, Hossein Hosseini, Amir Naderi und Genifer M. Habbasch (Erzählerin), Ursula Wolschendorf (Tanz) und Jutta Armgard.

Konzept und Regie: Olek Witt Co-Regie: Richard Djif Bühne/ Kostüm: Hendrik Scheel Dramaturgische Mitarbeit: Michael Beron/ Steffen Neupert/ Peguy Takou Ndie Videocollagen: Maryvonne Riedelsheimer Sound: OrZe Technik: Jakob Arnergger/ Det Auell Theaterpädagogik: Rosalin Hertrich/ Ana Kavalis/ Rebekka Hock Regieassistenz: Elena Liesenfeld/ Michael Beron Produktionsleitung: Steffen Neupert Produktionsassistenz: Elisabetta Ciufegni Öffentlichkeitsarbeit: Johanna Renger Faltbootidee: Frank Bölte Musiker: Emilia Niezbecka und Werner Scheel

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Das Projekt des Theater der Migranten fand in Kooperation mit dem Heimathafen Neukölln, dem Neuköllner Kulturverein, der Bürgerstiftung Berlin, Kulturfluss e.V., Flutgraben e.V. u.a. statt.

Wir, die Freimeuta, sind von der Idee des Projekts sehr beeindruckt. Und freuen uns, dass wir mit der Anarche als Theaterbühne und uns als Crew dienen durften. Die Aufführungen haben eine große Pressewelle nach sich gezogen.

Pressestimmen:

  • taz – die Tageszeitung: “Theater der Migranten – Für spukhafte Momente ist gesorgt”, von René Hamann
  • Spiegel Online: Floßfahrt mit Flüchtlingen: Das Boot ist voll”, von Mareike Nieberding
  • Deutschlandfunk 1: “Herz der Finsternis – Mit Flüchtlingen im selben Boot”, von Camilla Hildebrandt
  • Deutschlandfunk 2: “Theater der Migranten – Nächtliche Expedition auf Berliner Gewässern”, von Hartmut Krug
  • Tagesspiegel: “Flussfahrt mit Flüchtlingen”, von Patrick Wildermann
  • Nachtkritik: “Herz der Finsternis – Das Berliner Theater der Migranten begibt sich auf eine Flussfahrt  – Beeilt euch!”, von Dirk Pilz
  • Junge Welt: “Zwischen Schrottplatz und Gewerbe”, von Anja Röhl

Weitere Infos unter: migranten-projekt.de

Herz der Finsternis


Abschlussfahrt der Sommerschule für geflüchtete Jugendliche

27/08/2015 Mit einer Gruppe minderjähriger unbegleiteter Geflüchtete, sind wir mit der Anarche in die Spree gestochen.

IMG_9663Als Abschluss einer “Sommer-Ferien-Schule” für Geflüchtete sind mit wir mit zwanzig Jugendlichen, die in Deutschland um Asyl gebeten haben, durch Berlin geschippert. Es wurde getanzt, sich ausgetauscht, musiziert, gegessen und gesessen.

Das Ferienschulprogramm für geflüchtete Jugendliche ist in Zusammenarbeit von “Willkommen in Westend”, der Lehrreich-Nachhilfeschule und dem Zephir-Verein entstanden und wird von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung vom Berliner Senat getragen. Vormittags fanden Intensiv-Deutschkurse, nachmittags Kulturprogramm und Ausflüge statt.

Mehr Infos: lehrreich.net  & willkommen-im-westend.de

 


Ausfahrt mit dem Planer*innentreffen (Gastbeitrag)

15/07/2015 150 Student*innen der Stadtplanung von Unis in Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich im Mai 2015 in Berlin, unter anderem, um die aktuellen stadtplanerischen Entwicklungen in Berlin unter die Lupe zu nehmen.

Das Motto des diesjährigen Planer*innentreffens war Stereopolis – Stadt der Gegensätze – und hatte somit in Anbetracht der aktuellen Berliner Entwicklungen, wie exemplarisch am Thema Mediaspree, Stadtschloss oder auch Räumung von Hausprojekten zu sehen ist, eine hohe Relevanz.

Aufgrund dessen, dass die Anarche in genau diesem Themenkomplex schwimmt – und zwar oft und auch gerne gegen den (neoliberalen) Strom – haben wir früh an eine Zusammenarbeit gedacht. Letztlich fand diese dann im Rahmen einer rauschenden Party in der Mitte der Rummelsburger Bucht auf der Anarche sowie befreundeten Flößen statt. Als wir, eine Gruppe von ca. 150 Personen auftauchten, staunten die meisten Teilnehmer*innen nicht schlecht, was denn gerade vor ihnen im Wasser schwimmt und was die Anarche genau ist. Munter wurden nun die Anarche und die anderen bereitliegenden Flöße geentert und bald waren wir auf dem Weg zur Mitte der Bucht, wo die Flöße miteinander verbunden wurden und eine riesige schwimmende Partyinsel mit mehreren Ebenen entstand. Ein befreundeter Kapitän stellte sein Schiff und seine Steuerkunst als Shuttledienst zum Ufer zur Verfügung, während in der Seemitte die Party begann.

Die Veranstaltung verlief zur vollsten Zufriedenheit aller und hat bei unseren Teilnehmer*innen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vor allem die vielfältige Nutzbarkeit der Anarche und der Umstand, dass es möglich ist, so etwas selber auf die Beine bzw. ins Wasser zu stellen, fand große Beachtung. Dass die Anarche nicht nur zum Feiern genutzt werden kann, sondern auch für andere Veranstaltungen eine Plattform darbietet, hat – zumindest bei vielen – das Blickfeld in diesem Kontext der Stadtaneignung geweitet und spannende Fragen aufgeworfen.

 


Mit der Anarche zur Fusion

25/06/2015 Die Idee mit der Anarche zur Fusion zu fahren, gab es schon bevor es die Anarche gab. Wir waren uns nicht sicher, ob wir rechtzeitig bereit sein würden, aber dieses Jahr haben wir es endlich geschafft!

Mit einer Anfangscrew von sieben Meutern, brachen wir in den frühen Morgenstunden in Berlin auf. Unser neuer Motor sprang ohne Probleme an und so pünktlich wie noch nie begannen wir unsere bisher größte Fahrt.

Für Ende Juni war es leider noch immer besonders kalt und nass, die ersten Tage verbrachten wir in strömenden Regen und Gummistiefeln. Teilweise befanden wir uns auf dem Kanal mit nur zehn Metern Sicht und Gewitter. Ein echter Seemann kennt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.

Über 15 Schleusen, das heißt weit über 30 An- und Ablegemanöver trennten uns von unserem Anleger bei der Fusion. Das Wetter wurde täglich besser und unsere Crew wuchs auf 12 Meuter an. Wir wurden immer eingespielter, auch die engsten Schleusen mit nur wenigen Zentimetern Spielraum meisterten wir. Der Sozialwissenschaftler unter uns, hat das ganze treffend formuliert: mit jedem Manöver erreichen wir ein gemeinsames Erfolgserlebnis, welches uns als Gruppe und vor allem als Team weiter stärkt. Mehrere Tage auf einem Schiff zu sein, zusammen schlafen, kochen, essen, neue Wasserstraßen erkunden sind für uns sicherlich zu den wichtigsten gemeinsamen Erfahrungen geworden.

Die Anarche wurde zu unserem fahrenden Zuhause. Überall wurden letzte Baustellen behoben, gewerkelt und gebastelt.

Die Fahrt war unser wichtigstes Training für die Fusion-Ausfahrten. Wir fühlten uns vorbereitet und miteinander sicher eingespielt. Mit Beginn der Fusion zogen wir von Bord und öffneten uns für viele neue Menschen. Von unserer isolierten Welt auf See, kam der abrupte Wechsel zu einer belebten Anarche voller Fusionist*innen. Jede unserer Ausfahrten war neu und anders, aber die Anarche begeisterte alle. Wahrscheinlich hat sich nicht nur für uns die Fusion mit Anarche verändert.

Fusionmeuterei


 

Freimeuterei gegen die Schwerkraft – Silvesterparty – 

31/12/2014 Der intergalaktischste Verein hat eingeladen – zum feierlichen Start in den Hyperraum.

Das Raumschiff ist gebaut. Gegen die Schwerkraft durch den Äther im All. Im Zentrum des Urknalls tanzen wir zu Photonenkollisionen.

Asteroidenschauer und Sonnenstürme Bassantrieb eingestellt vorbei am stellaren schwarzen Loch weiße Zwerge und blaue Riesen kurz vorm Quantensprung ab in den Teilchenbeschleuniger!

Futuristas Aliens SpaceClowns Kosmonauten WeltraumrevolutioNarren real verschoben genial umgestülpt abgehoben geltenden definitionen enthoben

Der Countdown läuft – also schlüpft in eure besten Raumanzüge und startet die Spaceshuttles! Drei, zwei, eins, NULL!

http://youtu.be/XQyrvanUme4

Vielen Dank für diese großartige Feier!

 


Pressekonferenz – Watch The Med – Grenzen wegdenken

10/10/2014 Die Alarm-Phone-Initiative Watch The Med, ist ein Projekt von Freiwilligen, das sich für die Seerettung von Geflüchteten einsetzt. Am 10. Oktober 2014 wurde es auf der Anarche der Presse vorgestellt.

Watch The Med dokumentiert die Verletzungen der Flüchtlingsrechte an den Grenzen Europas im Mittelmeer. Die Initiative hat ein Notfalltelefon eingerichtet (+334 86 51 71 61), um Kontakt mit Schiffen in Seenot herzustellen, diese zu lokalisieren und die Rettung von Menschen zu unterstützen. Hagen Kopp vom Alarmphone berichtet in diesem Interview genauer von der Arbeit des Alarmphones. Im Notfall, leiten die Mitarbeiter*innen der Alarm-Phone-Initiative die Koordinaten und weitere Informationen an die entsprechende Küstenwache oder das internationale Flüchtlingshilfswerk UNHCR weiter. Auf der Internetseite wird detailliert aufgezeichnet, wie viele Menschen an welchen Orten, beim Versuch nach Europa zu gelangen in Seenot geraten und sterben.

Stop the death on sea – no more push backs!

Mehr Infos unter: watchthemed.net

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Anarche, Frieden, Watt – The Fuck?!

10/10/2014 Zusammen mit dem Friedensfestival Ostfriesland haben wir es im Neuköllner Keller knallen gelassen. Bei dickem Line-Up, köstlichem Essen, Siebdruck und einer Anarche-Ausstellung haben wir ein geniales Fest gehabt. Schön, dass ihr gekommen seid!

 


Schland? Schloch!

03/10/2014 Ein letzter sonniger Tag im Jahr und die frisch fertiggestellte Anarche boten beste Voraussetzungen für eine schöne Ausfahrt zum bösen Spiel am 3. Oktober 2014. 

Aufgrund des arbeitsfreien Tages, des guten Wetters und des speziellen Anlasses war uns Aufmerksamkeit gewiss. Party-, wie Spaziergänger waren zu Hauf an der Spree unterwegs. Die Einen auf der Suche nach Glücksgefühlen und die Anderen auf den Spuren der innerdeutschen Grenze, die der Fluß ehemals bildete. Mit unseren frisch, dem Anlass entsprechend, bemalten Segeln wollten wir zumindest mit den uns möglichen Mitteln eine Gegenposition zur Einheitsfeierei in die Berliner Öffentlichkeit tragen. Bereits im letzten Jahr waren die Gegenproteste hauptsächlich auf Hannover konzentriert. Für uns war wichtig auf die weiterhin bestehenden Grenzen in und um Deutschland und Europa hinzuweisen, die ihren Schatten über die Feier eines “deutschen” Mauerfalls werfen.
Es ist zynisch die Einheit einer Nation zu feiern, die maßgeblich an der Errichtung neuer, menschenverachtender Grenzzäune auf europäischer Ebene beteiligt ist. Der (deutsche) Nationalismus ist damit verantwortlich für die Trennung, das Leiden und das Sterben unzähliger Menschen. Er zieht seine rassistischen Mauern durch die Köpfe, nicht nur dann wenn er mal wieder Dankbarkeit von jenen fordert, die er zu Menschen zweiter Klasse macht. Alle Jahre wieder lässt sich die Nation von denen feiern, die sie tagtäglich klein und arm hält, um sich, mit billiger Produktion aber geschlossener Leistung, gegen alle zu erheben die von ihrer Idee ausgegrenzt werden.

Floß Header

Da wir keine von den Leisen sind, hatten wir für Bands und DJs gesorgt. Obwohl der Deutschlandfeiertag für uns kein Grund zum mitfeiern ist, beschlossen wir den Spieß umzudrehen und nahmen Egotronic beim Wort: Raven gegen Deutschland! Wir ließen alle mitfeiern, die unter den Bannern, zu teils eindeutigen Liedtexten, mitfeiern wollten. So legten wir am Holzmarktgelände an um die Feiermeute für die Länge eines DJ-Sets rumzuschippern. Es war ein merkwürdiger Anblick der sich allen bot, die an diesem Tag in Einheit mit sich und der Nation an der Spree entlang spazierten: Ein wilder Haufen fröhlicher und bunt gekleideter Menschen tanzte euphorisch unter einer Botschaft, die nicht so recht zum Anlass zu passen schien.

Holzmarkt

Die Veranstaltung hatte im Vorfeld zu langen Diskussionen innerhalb der Gruppe geführt: Kommt eine Kooperation mit dem Holzmarktgelände, das, als städtisches Vorzeigeprojekt, für die Vermarktung Berlins als „Creative City“ steht wie kein anderes, für uns überhaupt in Frage?
Viele beantworteten diese Frage mit Ja: Wenn wir antinationale und deutschlandkritische Positionen an die Leute bringen und normalisieren wollen, dann müssen wir die Leute auch dort abholen wo sie sind – etwa am Holzmarkt. Die Anarche vielleicht als trojanisches Seepferdchen?
Andere hatten erhebliche Zweifel an einem solchen Vorgehen. Würden wir durch eine solche Kooperation nicht eher riskieren mitsamt unserer Inhalte verschluckt zu werden und als Teil einer Alternative aufzutreten, die diesem Namen schon lange nicht mehr gerecht wird? Also eher ein trabender Gaul, der sich vor einen Karren spannen lässt, den wir eigentlich garnicht ziehen möchten?

Nach langem Hin und Her stand fest: Die Wahrheit liegt wie so oft in der Praxis. Wir sind losgeschippert und haben wichtige Erfahrungen gesammelt.

 


Climate Protection – Challenge Capitalism

23/09/14 Unter dem Motto: „Climate Protection Means To Challenge Capitalism“, sind wir mit der Anarche in Spree gestochen, um anlässlich der momentanen und ewig lahmen UN-Klimaverhandlungen zu demonstrieren! Letzten Sonntag haben in acht Hauptstädten auf fünf Kontinenten gleichzeitig Demos für Klimagerechtigkeit stattgefunden. Auch in Berlin.

Weltweit haben sich über 2.500 Organisationen zum Protest zusammengeschlossen. Die Forderung: eine CO2-freie Energieversorgung bis 2050. Technisch realisierbar – politisch in weiter Ferne! Schon eine Halbierung der Treibhausgase bis 2050, bedeutet eine pro Kopf Reduktion von mindestens 80% für Europa. Der Europäische Emissionshandel – DAS hochgelobte marktwirtschaftliche, kapitalistische und neoliberale Instrument gegen Klimaerwärmung – hat noch nie funktioniert und liegt seit Jahren komplett am Boden. Eine Tonne CO2 kann sich heutzutage jeder leisten. Warum? Vielleicht ist die Lobby schuld: Angela Merkel wird nächste Woche nicht beim UN-Klimagipfel in New York sein, sondern eine Eröffnungsrede beim Tag der Deutschen Industrie halten.

Lobbykritik greift unserer Meinung nach zu kurz: Solange das Credo des Wirtschaftswachstums herrscht, ist damit auch der Kapitalismus immun gegen den Klimaschutz. Mit grünem Wachstum findet kein Wandel statt, der unsere Welt rettet. Statt Märkten und Konzernen müssen Menschen entscheiden. Der Markt kann es nicht! Was kann der eigentlich? Energie ist heute, nach den Maßstäben des Emissionshandels, viel zu billig. Marktpreise beinhalten niemals die “wahren Kosten”, die mit dem Verbrauch für unseren Planeten verbunden sind. Klimagerechtigkeit zu fordern beinhaltet nicht nur mit dem E-Bike den Bioeinkauf ins Solarhäuschen zu transportieren. Das ist auch gut und schön für die, die es können. Aber die Macht als Konsument ist begrenzt. Für einen erfolgreichen Klimaschutz müssen unsere volkswirtschaftlichen, kapitalistischen Werkzeuge zur Reduktion von Treibhausgasen radikal und grundsätzlich in Frage gestellt werden. Egal ob lahme Demo, oder Klimaprotest im nachhaltigen Kostüm, wir fordern: „Climate Protection means to challenge capitalism. Get active!“.

Anarche, Wackelberry und Zola in Bewegung geschnitten.1.2

 


Women In Exile

27/08/2014 Mit der Initiative Women in Exile e.V. – Flüchtlingsfrauen werden laut – sind wir in die Spree gestochen, um flüchtlingspolitische Forderungen aus feministischer Perspektive an die Öffentlichkeit zu tragen.

Weitere Infos unter: women-in-exile.net

 


Freimeuta entern Scharni 29 – Kombüse für Alle –

12/08/2014 Nachdem wir mit unserem Floß die Spree unsicher gemacht haben, sind wir an Land gestiegen um die Küche der Scharni 29 zu entern. In dem verwunschenen Villagarten gab es Leckereien und spaßige Überraschungen für alle. Schön, dass ihr gekommen seid!


Anarche Enthüllungs-Fest

17/08/2014 Endlich ist der Zeitpunkt gekommen das Schiff zu enthüllen. Danke für das rauschende Anarche Einweihungsfest!

Vor mehr als drei Jahren haben wir uns – eine Handvoll seesüchtiger Stadtpirat*innen – zusammengeschlossen, um die Gewässer Berlins zu meutern. Die Idee war geboren, es wurden geflext, gesägt, geschliffen, gehämmert, geklebt und diskutiert, das ferne Ziel in Sicht, immer mit einem Tropfen Rum in der Buddel. Es kommt uns vor wie ein Traum aus dem wir nun erwachen. Noch etwas duselig aber ausgeruht und voller Tatendrang. Es hat uns zusammen geschweißt, wir sind gewachsen und unser Traum hat sich materialisiert!

Das haben wir bei Ohrenschmauß, Feuer, Clownerei, Kombüse für alle sowie Spiel und Spaß für Freimeuta-Nachwuchs gefeiert! Wir waren sehr aufgeregt vor unserem ersten öffentlichen Auftritt mit der Anarche. Toll, dass ihr an Bord gekommen seid.

Ahoi! Kommt wieder!

Mast und Schotbruch. Die Freimeuta

Winterschlaf 13/14